Wer hat noch nie dem Gruppenzwang nachgegeben? Sich einer Gruppe zugehörig fühlen, gibt dir Sicherheit.

Du willst nicht herausstechen, oder alleine sein. Daher verzichtest du auf deine eigenen Gedanken oder Wünsche und gehst mit der Gruppe konform.

Wir Menschen sind soziale Wesen.

Wir wollen akzeptiert werden und dazu gehören. Von diesem Standpunkt aus, wäre es doch ideal immer der Gruppe zu folgen, oder?

Ganz offensichtlich nicht: denn unkritisch der Gruppe folgen, kostet dich dein Selbstwertgefühl. Wenn du aufhörst, selbständig zu denken und deine Wünsche unterordnest, verlierst du deine Selbstachtung und dein Identitätsgefühl.

Und gerade in der heutigen Zeit ist es gefährlich, nicht zu wissen, wer man ist.

Was bedeutet dem Gruppenzwang nachgeben?

Dem Gruppenzwang nachgeben bedeutet, etwas zu tun, aus Angst davor aus der Gruppe verstoßen zu werden. Du machst also etwas, das du eigentlich gar nicht willst. Du tust es aber dennoch, weil du am Ende nicht alleine sein möchtest.

Die treibende Kraft hinter dem Gruppenzwang ist also die Angst.

Siehe: Authentisch leben bedeutet keine Angst vor Ablehnung zu haben

Neben der Angst, kann auch die Faulheit ein Grund sein, wieso du dem Gruppenzwang nachgibst. Wir Menschen sind faul. Wir wählen immer den Weg des geringsten Widerstandes. Das heißt konkret: Wieso soll ich mir die Mühe geben, selbst nachzudenken, wenn es bereits eine vorgefasste Meinung gibt, die ich übernehmen kann?

Letzten Endes kannst du auch dem Gruppenzwang nachgeben, weil du keine Verantwortung übernehmen willst. Wenn du selbst handelst und einen Fehler begehst, bist du letztendlich selbst schuld daran. Wenn du dagegen der Mehrheit folgst und es entsteht ein Fehler, dann kannst du die Gruppe dafür verantwortlich machen.

Siehe: Wieso Eigenverantwortung sich helfen lassen bedeutet

Wieso schade ich damit meinem Selbstwertgefühl?

Um einen kleinen Kontext zu geben: wir leben in einer Welt, in der sich das menschliche Wissen in seiner Gesamtheit alle 10 Jahre verdoppelt. Das bedeutet, dass alte Verhaltensmuster dir keine Sicherheit mehr geben können. Du musst mit Veränderungen klar kommen. Du musst flexibel sein und dir selbst vertrauen können. Kurz: du brauchst Selbstwertgefühl.

Das Selbstwertgefühl verlangt von dir, dass du dich selbst respektierst. Dass du deine eigenen Gedanken, Wünsche, Bedürfnisse und Gefühle respektierst und dein Leben nach ihnen ausrichtest.

Es verlangt von dir, dass du dein Leben nach deinen eigenen Vorstellungen ausrichtest und nicht nach der Vorstellung einer Gruppe oder einer Autoritätsperson. 

Siehe: Selbstwertgefühl aufbauen: Mehr als diese 4 Fragen brauchst du nicht

Wenn du also ständig Sachen tust, die du eigentlich gar nicht tun willst. Wenn du behauptest eine Meinung zu vertreten, die du insgeheim gar nicht vertrittst, dann belügst du dich selbst und lebst nicht authentisch. 

Siehe: 3 Gründe wieso du akzeptiert wirst, wenn du authentisch lebst

Du lebst nicht nach deinen eigenen Vorstellungen und Bedürfnissen. Doch dir ist das Dazugehören wichtiger, als dein Leben nach deinen Vorstellungen auszurichten. Das heißt, dass du mit der Zeit dein Feuer verlierst, deine Begeisterung verlierst und letztendlich auch dein Selbstwertgefühl.

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Wie kann ich es lernen dem Gruppenzwang nicht nachzugeben?

Zunächst einmal muss ich klarstellen: sich vom Gruppenzwang befreien bedeutet nicht, immer das Gegenteil davon zu tun, was die Gruppe macht. Es kann sehr wohl sein, dass deine Vorstellungen, mit den Vorstellungen der Gruppe übereinstimmen.

Der beste Weg, um dich vom Gruppenzwang befreien ist, dein Bewußtsein für die eigene Person zu steigern. Das bedeutet konkret, dass du dich fragst:

  • was denke ich?
  • was möchte ich?
  • was brauche ich?
  • was fühle ich?

Je mehr du deine eigenen inneren Signale wahrnimmst, desto unbedeutender werden die Signale und Erwartungen der Gruppe für dich sein.

Außerdem ist es sehr wichtig, dass du gerade am Anfang sehr viel Verständnis für dich aufbringst. Schließlich hast du dem Gruppenzwang nicht nachgegeben, weil du dein Selbstwertgefühl zerstören wolltest. Du hast dem Gruppenzwang nachgegeben, weil du Angst hattest, nicht mehr zur Gruppe zu gehören.

Du musst diese Angst – die du weiterhin haben wirst – wahrnehmen und akzeptieren. Doch danach musst du dich entscheiden, nicht nach dieser Angst zu handeln. Stattdessen tust du das, was wichtig für dich ist und deinen Vorstellungen entspricht.

Siehe: Gefühle wahrnehmen und nicht nach ihnen handeln

Wenn du dein ganzes Leben lang dem Gruppenzwang nachgegeben hast, ist es nicht möglich von heute auf morgen eine unabhängige Person zu sein. Bringe also Geduld mit und freue dich über jede kleine Errungenschaft.

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