Eine toxische Beziehung kann dein Leben zerstören. Das klingt möglicherweise für einige etwas radikal. Denn schließlich ist eine Beziehung etwas, das man freiwillig eingeht und jederzeit beenden kann, wenn sie nicht mehr funktioniert.

Doch die Realität ist, dass der Schaden, der dir durch toxische Beziehungen zugefügt wird, sehr subtil und unauffällig ist. Meist wirst du erst auf ihn aufmerksam, wenn es zu spät ist und sich bereits eine Gewohnheit beziehungsweise Abhängigkeit entwickelt hat, die das Beenden der toxischen Beziehung schwierig macht.

Doch wieso gehen Menschen in erster Linie toxische und krankmachende Beziehungen mit manipulativen Menschen ein und wieso haben sie das Potenzial, dein Leben zu zerstören?

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Was ist eine toxische Beziehung?

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Wenn man über „toxische Beziehungen“ redet, dann gibt es immer ein großes Problem: Jeder versteht unter dem Begriff etwas anderes. Denn Tatsache ist, dass es für diesen Begriff keine allgemeingültige Definition gibt, was die Auseinandersetzung damit ziemlich erschwert.

Theoretisch könnte eine toxische Beziehung so ziemlich alle Beziehungen umfassen, die von einem der Partner als schlecht und krankmachend empfunden wird. Und wir wissen, dass es abertausende von Gründe für einen solchen Fall geben kann. Daher ist es enorm wichtig zu klären, was ich, als Autor dieses Beitrages, unter dem Begriff verstehe.

Für mich ist eine toxische Beziehung eine Partnerschaft, die auf Basis von unerfüllten Bedürfnissen und mangelndem Selbstwertgefühl eingegangen wird. Anschließend wird versucht, die Beziehung durch Manipulation und Unterdrückung aufrechtzuerhalten. Siehe: Abhängig vom Partner – wieso?

Unerfüllte Bedürfnisse und mangelndes Selbstwertgefühl

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Im Gegensatz zu einer toxischen Beziehung, basiert eine gesunde Beziehung immer auf gegenseitiger Wertschätzung und Bewunderung des jeweiligen Partners. Du betrachtest die Persönlichkeit deines Partners als wertvoll und interessant und genießt es, Zeit mit ihm zu verbringen.

Doch in einer toxischen Beziehung spielt die gegenseitige Wertschätzung und Bewunderung eine eher kleine Rolle (oder gar keine Rolle). Denn hier geht es mehr um die Fragen: Was bringt mir mein Partner? Wie kann er mir helfen, dass ich meine persönlichen Probleme in den Griff kriege? Wie kann ich meine Ängste und mein mangelndes Selbstwertgefühl durch meinen Partner kompensieren?

Ein bekanntes Beispiel dafür ist, wenn eine unsichere Person, die Nähe zu einer noch unsicheren Person sucht. Denn in Gegenwart einer noch unsicheren Person, kann sie sich wertvoll, sicher und überlegen fühlen. Sie hat keine Ablehnung oder Abweisung zu befürchten, da die andere Person mit noch größeren Unsicherheiten zu kämpfen hat. Eine Beziehung in diesem Falle würde daher nicht als Quelle der Freude dienen, in der man sich gegenseitig bewundert und wertschätzt, sondern eher als Werkzeug dafür, um Ängste zu kompensieren.

Ein weiteres Beispiel für eine toxische Beziehung ist folgendes: Eine Person verspürt eine innere Leere in ihrem Leben. Um dieser inneren Leere zu entkommen, oder sie zu kompensieren, geht sie eine Beziehung mit einer Person ein, für die sie im Grunde nichts empfindet. Obwohl sie für die Person nichts empfindet, dient die Beziehung als Lückenfüller, was ihr zeitweilig ein besseres Gefühl über sich selbst gibt. Und auch hier hat die Beziehung nichts mit Wertschätzung und aufrichtigem Interesse zu tun, sondern stellt eher ein Werkzeug zur Kompensation dar. Siehe: Innere Leere überwinden: Was du wissen musst?

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Manipulation und Unterdrückung

Und genau an dieser Stelle liegt das Problem: Wenn eine Beziehung nicht als eine Quelle der Freude fungiert, sondern vielmehr als Werkzeug, um Ängste und unerfüllte Bedürfnisse zu kompensieren, dann stellt jede Änderung in ihr eine Bedrohung dar. Was meine ich damit?

Angenommen ich führe eine gesunde Beziehung, in der ich und meine Partnerin uns gegenseitig wertschätzen und respektieren. Und mit der Zeit fängt meine Partnerin an, sich persönlich weiterzuentwickeln und zu verändern (was unvermeidbar ist, da wir schließlich Menschen sind). Da unsere Beziehung nicht auf unerfüllten Bedürfnissen basiert, würde ich die Entwicklung und Veränderung meiner Partnerin respektieren und sie gar durch meine Offenheit und Akzeptanz unterstützen.

Doch angenommen ich würde eine toxische Beziehung mit meiner Partnerin führen, die ich eingegangen bin, weil meine Partnerin noch unsicherer, als ich ist. Ich fühle mich in ihrer Gegenwart überlegen, wertvoll und sicher, weil ich keine Ablehnung zu befürchten habe. Doch dann fängt meine Partnerin an sich persönlich weiterzuentwickeln. Sie fängt an, ihre Meinung öfter auszusprechen, ihre Gefühle wahrzunehmen, auszudrücken und ihre Wünsche zu respektieren.

Das wäre in meinen Augen eine große Bedrohung für mich. Denn das würde bedeuten, dass ich mich nicht mehr sicher und wertvoll in ihrer Gegenwart fühlen kann. Das würde möglicherweise bedeuten, dass sie bald erkennt, dass ich wertlos bin und mich für jemand anderen verlässt. Siehe: Betrogen werden, weil du dich nicht liebenswert fühlst?

Sabotage der persönlichen Entwicklung

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All diese Gefühle der Angst und Bedrohung, würden mich letztendlich dazu verleiten, die persönliche Entwicklung meiner Partnerin, unbewusst(!) zu sabotieren – um mich selbst und mein Selbstwertgefühl zu schützen. Ich würde ihr neu entstehendes Selbstwertgefühl versuchen im Keime zu ersticken, damit ich mich in Zukunft weiterhin überlegen und wertvoll fühlen kann.

Wohlgemerkt: Niemand verfolgt irgendwelche negativen Absichten und möchte seinem Partner bewusst schaden. Vielmehr geht es immer darum, sich selbst und sein Selbstwertgefühl zu schützen, wobei man das Risiko eingeht, dem Partner Schaden zufügen zu können.

Dennoch können diese unbewussten Sabotagen dazu führen, dass das Leben des Partners, langsam aber sicher zerstört wird, indem er immer unsicherer wird und es immer schwieriger wird, diese toxische Beziehung zu beenden.

Wie du es lernen kannst, deine unbewussten Sabotagen anderen und dir selbst gegenüber zu stoppen und dich liebenswert zu fühlen, beschreibe ich in meinem Buch: „Durch Mündigkeit zur Selbstliebe: Wie du emotionale Abhängigkeiten überwindest und dich liebenswert fühlst

Wieso gehen Menschen überhaupt eine toxische Beziehung ein?

Vielleicht würdest du an dieser Stellen fragen: „Wieso würde irgendein rationaler Mensch eine solche toxische Beziehung eingehen wollen?“ Und genau in der Frage liegt zugleich die Antwort.

Viele Menschen lassen sich zu sehr blind von ihren Emotionen leiten, ohne je über die Konsequenzen ihrer Entscheidungen nachzudenken. Für sie haben ihre Gefühle die einzige Autorität über ihre Handlungen. Wenn sich etwas gut anfühlt, dann ist es auch gut danach zu handeln.

Doch die Realität sieht leider anders aus. Nur um einige Beispiele zu nennen:

Natürlich fühlt es sich gut an, morgens im Bett zu bleiben und nicht zur Arbeit zu gehen. Doch die Konsequenz dieser Handlung ist, dass du gekündigt wirst und es nicht mehr hinkriegst, dein Leben zu finanzieren.

Natürlich fühlt es sich gut an, den ganzen Tag Fastfood zu essen und Softdrinks zu trinken. Doch die Konsequenz davon ist, dass du sehr wahrscheinlich an gesundheitlichen Problemen leiden wirst.

Natürlich fühlt es sich gut an, sich kopfüber in eine Beziehung zu stürzen und die Romantik nicht durch rationales Denken zu zerstören. Doch die Konsequenz davon ist, dass du möglicherweise in einer toxischen Beziehung landest, die dein Leben langsam aber sicher zerstören wird.

Motive hinterfragen und nachdenken

Klar ist, dass du anfangen musst, deine Motive für gewisse Handlungen zu hinterfragen und über die Konsequenzen nachzudenken. Sicher sind deine Gefühle wichtig und dienen als Wegweiser, doch du solltest sie stets von deinen Gedanken begleiten lassen. Nicht um dich selbst zu quälen, oder dir eine Bürde aufzusetzen, sondern um dich vor schwerwiegenden Konsequenzen im Leben zu schützen.

Eine Frage noch zum Schluss: Was würde sich in deinem Leben ändern, wenn du öfter über die möglichen Konsequenzen deiner Handlungen nachdenken würdest?

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