Nein sagen ist eine Kunst. Es gehört sehr viel Mut dazu, das Risiko aufzunehmen, andere verletzen, oder verärgern zu können.

Dennoch: wer nicht nein sagen kann, hat es sehr schwierig ein gutes Selbstwertgefühl zu entwickeln. Nein sagen ist die Voraussetzung, um Grenzen zu anderen Menschen aufzubauen.

Nein sagen: ein Beispiel

nein sagen

Ein Arbeitskollege fragt uns, ob wir dessen Schicht übernehmen können.

Innerlich wissen wir, dass wir keine Zeit und keine Lust darauf haben und würden am liebsten nein sagen. Doch wir kriegen das nicht über die Lippen und antworten mit ja.

Ein Bekannter fragt uns, ob wir ihn zu einem bestimmten Ort fahren können. Obwohl wir anderweitige Pläne hatten und nicht fahren möchten, antworten wir mit ja, da wir uns nicht trauen nein zu sagen.

(Um Missverständnisse aus dem Weg zu räumen: Es geht hier nicht darum einer Person einen Gefallen zu tun. Das ist vollkommen in Ordnung. Wir reden hier über die Situation, wenn man chronisch nicht nein sagen kann)

Entscheidungsprozess beim Nein sagen

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Ich möchte den Fokus auf das obige Fallbeispiel lenken, um das Problem bei diesem Thema zu verdeutlichen:

Ein Arbeitskollege fragt uns, ob wir seine Schicht bei der Arbeit übernehmen können.

Wir möchten zwar die Schicht nicht übernehmen, da wir lieber auf der Couch entspannen wollen, dennoch sagen wir ja.

Welcher Entscheidungsprozess hat hier stattgefunden? Zwischen welchen zwei Alternativen haben wir unbewusst entschieden?

Alternative 1: Nein sagen. Dann wäre der Arbeitskollege enttäuscht und sauer auf uns. Er hätte Schlechtes über uns gedacht – wir dagegen hätten unsere Bedürfnisse durchgesetzt.

Alternative 2: Ja sagen. Dann wäre der Arbeitskollege glücklich und hätte Gutes über uns gedacht – wir hätten unsere Bedürfnisse nicht ernst genommen und sie nicht durchgesetzt.

Kurz gesagt: Die Entscheidung liegt zwischen dem, was wir wollen und brauchen und dem was der Arbeitskollege über uns denkt.

Das Tragische an dem Leben vieler Menschen ist, dass sie sich alternativlos dafür entscheiden, was andere Menschen über sie denken.
(Siehe: Lügen zerstört dein Selbstwertgefühl und 13 Wege um sich selbst zu belügen.)

Und damit haben wir das Problem identifiziert: Uns ist es wichtiger, was andere Personen über uns denken, als das was wir wollen, wünschen und brauchen.

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Nein sagen: Fazit

Wenn uns das, was die anderen denken wichtiger ist, als unsere eigenen Bedürfnisse und Wünsche, dann wird es uns nicht möglich sein, Respekt für die eigene Person zu entwickeln.

Wir versuchen zwar die Ablehnung der anderen Personen vermeiden, indem wir ja sagen, obwohl wir nein sagen wollen, wir merken aber nicht dass die Ablehnung, die wir so sehr fürchten, zunächst einmal von uns selbst ausgeht.

Wir lehnen uns selbst ab, indem wir unsere Bedürfnisse und Wünsche nicht ernst nehmen. Wie sollen wir von anderen erwarten, dass sie uns respektieren, wenn wir uns nicht einmal selbst respektieren.

Eine Frage zum Schluss: Was würde sich in deinem Leben ändern, wenn du öfter nein sagen würdest?

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