Wieso soll ich meine Vergangenheit aufarbeiten? Wieso soll ich alte Wunden aufreissen, die heute nicht mehr relevant sind?

Das ist die Frage, die du dir möglicherweise gestellt hast, als du meine Überschrift gelesen hast.

Und doch verstehe ich diese Einwände: Vergangenheit aufarbeiten bedeutet sich schlimmen Gefühlen und Erlebnissen stellen, die man am liebsten vergessen würde.

Doch die bittere Wahrheit ist: ohne Vergangenheit aufarbeiten, wirst du dein ganzes Leben lang unter längst vergangenen Ereignissen in deinem Leben leiden.

Das heißt, für dein Wohlbefinden, dein Selbstbewusstsein, musst du einige schmerzhafte Erlebnisse aus deiner Vergangenheit wiedererleben, um sie loslassen zu können.

Und ich möchte dir 3 unersetzlichen Schritte vorstellen, die du auf deinem Weg brauchen wist.

Vergangenheit aufarbeiten Schritt 1: Bewussstmachen von belastenden Situationen

Ich kann nichts verändern, dessen ich mir nicht bewusst bin. Und daher kann ich auch meine Vergangenheit nicht aufarbeiten, wenn sie mir nicht bewusst ist.

Der erste Schritt, wenn du deine Vergangenheit aufarbeiten wilst, ist also eine Liste anzufertigen, mit all den belastenden Situationen, die in deiner Vergangenheit passiert sind. Verschaffe dir einen Überblick.

Stell dir vor, dass du mit einem guten Freund redest, der dich verstehen möchte. Er möchte wissen, wie du die Person geworden bist, die du heute bist. Erzähle ihm, was in deiner Kindheit, in deiner Jugend usw. passiert ist. Erzähl ihm von deinen Gefühlen.

(kleiner Hinweis: jedes Mal, wenn du beim Erzählen seufzen musst, bedeutet das, dass sich etwas in dir bewegt hat. Es bedeutet, dass du blockierte Situationen und Gefühle entblockiert hast und sodurch deine Selbstheilungskräfte anfangen zu funktionieren).

Vergangenheit aufarbeiten Schritt 2: Sterbebett-Erfahrung

Du hast jetzt eine Liste mit Situationen aus deiner Vergangenheit, die dich belastet haben und belasten. Suche dir ein Thema aus, dass dich so mittelmäßig belastet. Suche dir nicht das Schlimmste heraus. Überstürze nichts.

Die Essenz des zweiten Schrittes ist, dass du bei Situationen aus deiner Vergangenheit, Gefühle und Emotionen blockiert hast, die entblockiert werden müssen.

Hierzu kenne ich eine Übung, die mir sehr geholfen hat: Die Sterbebett-Erfahrung.

Lege dich in dein Bett und mache es dir bequem. Stell dir vor du liegst in einem Krankenhaus und du wirst innerhalb weniger Stunden sterben. Du hast keine Schmerzen, aber du weißt, dass dein Leben bald zu Ende sein wird.

Dann stell dir vor, dass die Person, mit der du die belastende Situation in deiner Vergangenheit hattest, in dein Zimmer kommt.
(Wer auch immer das ist, spielt keine Rolle. Vielleicht ein Kollege, der dir damals Unrecht getan hat, oder deine Mutter, die dich schlecht behandelt hat.)

Diese Person kommt also in dein Zimmer. Schau diese Person an. Fühle die Präsenz des Unausgesprochenen: alle Gedanken und Gefühle, die du nie ausgesprochen hast.

Rede mit dieser Person. Erzähl ihr, wie du dich gefühlt hast; was du gedacht hast. Erzähl ihr alles, was du nie ausgedrückt hast. Du hast nichts zu verlieren.

Vergangenheit aufarbeiten Schritt 3: Das Gefühl erleben und entladen lassen

Während dem Gespräch wirst du sicherlich einige Seufzer haben und es werden sich bestimmte Gefühle in dir breitmachen. Möglicherweise Angst, Wut, oder Ärger. Was immer es auch ist, jetzt musst du den Fehler vermeiden, den du damals gemacht hast: das Gefühl zu unterdrücken.

Sagen wir du hast Angst. Du spürst diese Angst im Brustbereich: Lasse zu, dass du dieses Gefühl empfindest. Kommentiere das Gefühl nicht, versuche es nicht zu erklären. Sei einfach mit dem Gefühl für eine Weile. Stell dir vor, dass du dich diesem Gefühl gegenüber setzt. Ihr schaut euch einfach an, ohne zu reden. Sei einfach nur bei dem Gefühl.

Wenn du dieses Anschauen ohne kommentieren, unterdrücken oder erklären einige Minuten durchhälst, wird sich das Gefühl typischerweise entladen. Das heißt das Gefühl, wird sich in ein anderes Gefühl entwickeln. Die Angst wird weg sein und sie wird auch nicht mehr kommen.

Das ist der Heilungsprozess des Menschen. Das sind die Selbstheilungskräfte deines Körpers. Aber du musst zulassen, dass diese Selbstheilungskräfte arbeiten. Unterdrücken und Leugnen blockieren deine Selbstheilungskräfte.

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Fazit: Vergangenheit aufarbeiten

Ich denke es dürfte klar geworden sein, dass eine Erfahrung mehr wert ist, als eine Erklärung. Wenn du deine Vergangenheit aufarbeiten willst, musst du dich sowohl dem intellektuellem, als auch dem emotionalem widmen.

Ein Freund hat mal gesagt: ”Du kannst genau die Gründe wissen, wieso du unglücklich bist, weil du ein Buch darüber gelesen hast, aber das macht dich nicht automatisch glücklich”.

Und daher kannst du auch genau wissen, wieso du Angst hast, aber das lässt deine Angst nicht verschwinden. Du musst diese Angst durchleben und es sich dadurch entladen lassen.

Dann hast du eine große Chance für einen Durchbruch und eine wirkliche Veränderung in deinem Leben!

Eine Frage zum Schluss: Was würde sich in deinem Leben ändern, wenn du deine Vergangenheit aufarbeiten würdest?

 

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