Süchtig nach Anerkennung sein, bedeutet nicht, dass du dich nicht geschmeichelt fühlst, wenn dir jemand ein Kompliment macht. Wir alle sind positiv angetan, wenn jemand uns lobt und anerkennt.

Problematisch wird es allerdings, wenn die Suche nach Anerkennung zur Sucht wird. Wenn du die ganze Zeit nur das eine Ziel hast: die Anerkennung der anderen zu erreichen. 

Diese Sucht ist der direkte Weg in eine Depression, denn du vernachlässigst dabei deine wahren Bedürfnisse und lebst nach den Maßstäben anderer.

Doch wie entsteht die Sucht nach Anerkennung? Und woran kannst du erkennen, ob du süchtig nach Anerkennung bist? In diesem Beitrag zeige ich dir 5 Verhaltensweisen, die darauf hindeuten, dass du süchtig nach Anerkennung bist.

Süchtig nach Anerkennung: Wie entsteht die Sucht?

Du hast das Bedürfnis dich wertvoll und gut zu fühlen. Du hast das Bedürfnis zu wissen, ob du es wert bist glücklich zu sein und Erfolg zu genießen. Aber wer entscheidet darüber, ob du es wert bist?

Wenn deine persönliche Entwicklung gut abgelaufen ist, hast du dich zu einer unabhängigen Person entwickelt. Das bedeutet:

  • du kannst selbständig denken
  • du kannst selbständig bewerten
  • du kannst deine inneren Signale wahrnehmen und sie ehrlich kommunizieren

Als unabhängige Person bist du in der Lage, selbst darüber zu entscheiden, ob du wertvoll bist oder nicht. Du kannst also dein Bedürfnis selbst befriedigen.

Wenn deine persönliche Entwicklung dagegen nicht gut abgelaufen ist, befindest du dich noch in der Abhängigkeit von anderen Menschen. Du bist:

  • abhängig von den Meinungen anderer
  • abhängig von den Bewertungen anderer
  • abhängig von den Befindlichkeiten anderer

Als abhängige Person bist du nicht in der Lage, selbst darüber zu entscheiden, ob du wertvoll bist oder nicht. Du brauchst andere Menschen, die über diese Frage entscheiden.

Das bedeutet: wenn andere Menschen dich als wertvoll einschätzen, fühlst du dich wertvoll.

Wenn andere Menschen dich als wertlos einschätzen, fühlst du dich wertlos.

Andere Menschen haben dein Selbstwertgefühl in der Hand.

In der Praxis bedeutet das: du versuchst ständig, anderen zu gefallen und sie zu beeindrucken, um dich wertvoll zu fühlen. Diesen Zusammenhang habe ich in meinem Taschenbuch: ”Durch Mündigkeit zur Selbstliebe: Wie du emotionale Abhängigkeiten überwindest und dich liebenswert fühlst” detaillierter beschrieben.

Siehe:

Welche Verhaltensweisen sind Ausdruck einer Sucht nach Anerkennung?

1. Dir sind Statussymbole sehr wichtig

Wenn es um das Beeindrucken anderer Menschen geht, gibt es wohl kein besseres Beispiel als Statussymbole. Egal ob das Auto, die Klamotten, oder das Handy – du musst immer das Beste und Teuerste haben.

Keine Frage: wir wollen alle gute Autos fahren und schöne Klamotten tragen. Doch für eine Person, die süchtig nach Anerkennung ist, sind diese Statussymbole gleichbedeutend mit ihrem Selbstwert. Wenn sie ein schlechtes Auto fährt, fühlt sie sich minderwertig.

Siehe: Vorgetäuschtes Selbstbewusstsein ganz einfach erkennen

2. Du gibst mit Wissen an, das du nicht besitzt

Ein weiterer Weg, um die Anerkennung anderer zu sichern, ist es mit Wissen anzugeben, das man nicht besitzt. Dabei ist es der Person, die süchtig nach Anerkennung ist, egal, ob sie dieses Wissen auch in Wahrheit besitzt. Wichtig ist nur, dass andere glauben, dass sie es besitzt.

Denn wenn andere sie für gebildet halten, gibt ihr das ein Gefühl von Wertigkeit. Nach dem Motto: andere halten mich für gebildet, also bin ich wertvoll und gut.

Siehe: Authentisch leben bedeutet keine Angst vor Ablehnung zu haben

3. Dir ist dein Aussehen extrem wichtig

Um Missverständnisse zu vermeiden: Natürlich achten wir alle auf unser Aussehen. Und natürlich spielt unser Aussehen dabei eine Rolle, wie wir uns selbst einschätzen. Ich schreibe hier allerdings über Menschen, deren komplettes Selbstwertgefühl darauf basiert, wie gut sie aussehen.

Wenn dein Aussehen, das Einzige ist, worauf dein Selbstwertgefühl basiert, stehst du auf sehr wackligem Boden.

Siehe: 3 Gründe, wieso du akzeptiert wirst, wenn du authentisch lebst

4. Du versuchst immer das zu machen, was andere gut finden

Wenn du süchtig nach Anerkennung bist, versuchst du herauszufinden, was andere gut finden und verhälst dich dann dementsprechend.

Wenn du dich beispielsweise mit jemanden unterhälst, der gerne Musik macht, versuchst du ihn mit den neuesten Nachrichten aus der Musikindustrie zu beeindrucken – um seine Anerkennung zu gewinnen. 

Wenn du dagegen mit einem Fußballfan redest, versuchst du ihn vielleicht mit den neuesten Transfergerüchten zu beeindrucken – um seine Anerkennung zu gewinnen. 

5. Du versuchst krankhaft besser zu sein als andere

Wettbewerb im gesunden Maße ist sicherlich gut. Doch wenn du immer und überall besser sein musst als andere, um dich gut zu fühlen, bist du süchtig nach Anerkennung.

Wenn du der Beste in einem Bereich bist, dann genießt du eine große Anerkennung der anderen.

Das bedeutet für dich: ”andere Menschen erkennen mich an. Das heißt ich bin gut und wertvoll.”

Fazit: süchtig nach Anerkennung

Jeder genießt die Anerkennung der anderen. Der Unterschied ist: eine unabhängige Person genießt lediglich die Anerkennung. Für eine abhängige Person ist die Anerkennung gleichbedeutend mit seinem Selbstwert. Daher ist es auch so tragisch für ihn, diese Anerkennung zu verlieren. Denn das würde bedeuten, dass er seinen Wert verliert.

Um dich aus dieser Sucht von der Anerkennung zu befreien, musst du anfangen deinen Fokus auf dich selbst zu richten.

Das heißt: du musst anfangen, dich selbst aufzubauen.

Frage dich:

  • was möchte ich?
  • was genieße ich?
  • was denke ich?
  • was fühle ich?

Je mehr Aufmerksamkeit du auf dich richtest, desto unbedeutender werden das Feedback und die Anerkennung der anderen für dich.

Süchtig nach Anerkenung: Eine Frage zum Schluss

Was würde sich in deinem Leben ändern, wenn du nicht mehr süchtig nach Anerkennung wärst?

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