Sich selbst belügen gilt heutzutage als normal. Doch hättest du Respekt vor einer Person, die dich belügt? Vermutlich nein. Ehrlichkeit ist die Voraussetzung für Vertrauen und Respekt.

Würdest du Respekt vor dir selbst verlieren, wenn du dich selbst belügst? Mit Sicherheit.

Selbstbetrug ist heutzutage so üblich, dass du es gar nicht mehr bewusst wahrnimmst.
Sich selbst belügen ist oft eine Folge der Erziehung. Doch inwiefern das auf Kosten deiner Selbstachtung geht, wird dir nicht beigebracht.

In diesem Beitrag zeige ich dir 13 Wege, wie man sich selbst belügen kann und was die Auswirkungen auf deine Selbstachtung sind.

1. Vorgeben, jemanden zu lieben, für den du nichts empfindest

Der einzige Beweggrund, um eine Beziehung einzugehen, ist lange nicht gegenseitige Wertschätzung und Liebe (wie es im Idealfall sein sollte). Manchmal kann eine Beziehung einfach nur als Mittel zum Zweck dienen.

Beispielsweise, wenn du Angst hast alleine zu sein. Oder du eine Leere in deinem Leben verspürst, die du ausfüllen möchtest. 

Du gibst also vor, jemanden zu lieben, für den du nichts empfindest. Doch dein Körper weiß um den Unterschied. Du hast dich selbst belogen.

(Siehe: Wie das Gefühl nicht liebenswert zu sein entsteht)

 

2. Wenn du so tust, als ob dir etwas nichts ausmacht, obwohl du darunter leidest

Du wirst bei der Arbeit gefragt, ob du eine Schicht übernehmen kannst. Innerlich weißt du, dass du keine Lust darauf hast. Doch du sagst dennoch ja. Und wenn man dich fragt, ob das auch wirklich in Ordnung für dich ist, antwortest du ja.

Du hast den anderen also etwas vorgespielt. Du hast sie belogen, indem du gesagt hast es macht dir nichts aus. Aber das tut es sehr wohl. In dem Fall hast du wieder etwas an Selbstachtung verloren. Sich selbst belügen hat immer eine Auswirkung auf deine Selbstachtung, auch wenn es sich dabei nur um ”kleine Lügen” handelt.

(Siehe: Wieso die Sprüche der anderen dir so weh tun)
(Siehe: Nein sagen – wieso Angst davor?)

 

3. Wenn du dich überbewertest

Das ist der typische Fall eines arroganten Menschen. Du glaubst, dass du besser, als jeder andere bist. Du glaubst, dass du alles besser kannst.

Natürlich weißt du tief im Inneren, dass das nicht stimmt. Und dieses Verhalten hast du dir höchstwahrscheinlich angeeignet um dein niedriges Selbstwertgefühl zu kompensieren. Sich selbst belügen dient hier also als Schutzmechanismus.

(Siehe: Vorgetäuschtes Selbstbewusstsein ganz einfach erkennen)

4. Wenn du dich unterbewertest

Das passiert, wenn du deine positiven Seiten leugnest. Wohlgemerkt: du leugnest nicht nur deine negativen Seiten, sondern auch die positiven. Und das ist das Schlimmste, was du dir selbst antun kannst.

Beispiel: du weißt, dass du intelligent bist. Du weißt, dass du imstande bist, das zu lernen, was du lernen musst.

Doch du denkst: wer bin ich, dass ich behaupten kann, ich sei klug. 

Doch tief im Inneren weißt du, dass diese Aussage nicht stimmt. Sich selbst belügen kann hierbei dazu dienen, dass du Verantwortungen aus dem Weg gehst. Verantwortungen, die du übernehmen musst, wenn du deine Intelligenz akzeptierst.

5. Wenn du hilflos tust, um andere zu manipulieren

Du suchst verzweifelt nach der Aufmerksamkeit anderer Menschen. Du willst, dass sie sich mit dir beschäftigen und sich um dich kümmern. Du fühlst dich wohl in der Opferrolle. 

Beispiel: du gibst vor etwas nicht zu verstehen und hilflos zu sein. Du willst, dass andere dir helfen.

Doch der eigentliche Grund – und das weiß dein Inneres – ist nicht, dass du Hilfe brauchst, sondern du Aufmerksamkeit und Zuneigung möchtest. Sich selbst belügen kann man auch auf diese Weise. (Siehe: Lügen zerstört dein Selbstwertgefühl)

6. Wenn du mit Wissen angibst, das du nicht besitzt

Du prahlst vor deinen Freunden mit Wissen, das du nicht besitzt. Du weißt im Inneren, dass du keine Ahnung davon hast, wovon du redest, aber dir ist es wichtiger, deine Freunde zu beeindrucken, als ehrlich zu sein.

Sich selbst belügen, um positives Feedback von anderen zu bekommen ist sehr typisch. Allerdings auf Kosten deiner Selbstachtung – versteht sich. (Wie ich es hingekriegt habe, andere nicht mehr beeindrucken zu wollen, um ihr positives Feedback zu kriegen, beschreibe ich in meinem Buch: ”Durch Mündigkeit zur Selbstliebe”)

7. Wenn du lachst, obwohl dir zum Weinen zumute ist

Dir geht es schlecht und du fühlst dich unzufrieden. Doch das ist inakzeptabel. Was würden deine Freunde denken, wenn du ihnen die Stimmung verdirbst? Sie würden nicht mehr mit dir zusammen sein wollen.

Also was machst du? Das, was anscheinend am besten funktionert: du setzt dir eine Maske auf. Du lachst, obwohl es dir sehr schlecht geht. Niemand darf dein wahres Gesicht sehen. Sich selbst belügen, um die Zuneigung der Freunde zu sichern, ist ebenfalls klassisch.

8. Du verbringst zuviel Zeit mit Leuten, die du nicht magst

Auch Freundschaften werden nicht nur aus dem Grund eingegangen, dass man sich gegenseitig wertschätzt und mag (wie es im Idealfall sein sollte). Sie werden auch eingegangen, wenn du Angst hast alleine zu sein und keine Freunde zu finden.

Du verbringst also sehr viel Zeit mit Leuten, nur um diese Angst zu bekämpfen. Aber eigentlich magst du diese Leute nicht. Das weiß dein Inneres natürlich und bestraft dich mit einem Stück deiner Selbstachtung. (Siehe: Freunde aussortieren – deine Verantwortung)

9. Wenn du zu jedem nett und freundlich bist, außer zu den Menschen, die dir anscheinend etwas bedeuten

Bewusst sagst du dir, dass dir deine Familie am Wichtigsten ist. Und das meinst du auch wirklich so. Nur kommt das nicht in deinem Verhalten zum Ausdruck. Du behandelst jeden Menschen auf der Straße besser, als deine Familie. Sich selbst belügen kann auch in deinem Verhalten, Ausdruck finden.

10. Wenn du vorgibst, wütend zu sein, aber eigentlich nur Angst hast

Sich selbst belügen, um sich nicht mit seinen wahren Gefühlen konfrontieren zu müssen. Spricht eigentlich für sich selbst.

11. Wenn du den Ansichten anderer zustimmst, nur um akzeptiert zu werden

In einer Gruppe von mehreren Person kritisiert jemand die aktuelle Regierung. Obwohl du die Arbeit der Regierung gut findest, stimmst du dieser Person zu. Denn wenn du deine eigene Meinung sagen würdest, könnten sie dich ausstoßen und nicht mehr dabei haben wollen. (Siehe: Authentisch leben bedeutet keine Angst vor Ablehnung zu haben)

12. Wenn du durch dein Schweigen andere glauben lässt, dass du ihrer Meinung bist, obwohl dem nicht so ist

Anderen zustimmen tust du nicht nur, indem du diese Zustimmung aussprichst. Auch ein Schweigen ist manchmal ein Zeichen von Zustimmung.

13. Wenn du betonst, dass du einen Menschen besonders liebst und dann immer wieder mit einem anderen ins Bett springst

Sich selbst belügen: Wann bist du unehrlich?

In welchen Situationen bist du unehrlich zu dir selbst? Und was würde sich in deinem Leben ändern, wenn du versuchst ehrlicher zu sein?

 

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Loni
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Michi
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